Gesundheit : Schübe, Narben und Medikamente

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Multiple Sklerose beginnt meist mit wiederkehrenden Schüben, zwischen denen sich die Symptome aber wieder zurückbilden können. In der Regel bleiben im Nervengewebe Narben zurück (Sklerosen). Bei vier von fünf Betroffenen geht dieser schubförmige Verlauf in die „sekundär progrediente“ Phase über, bei der die Schübe schließlich ganz ausbleiben. Manche Patienten bekommen von Anfang an keine Schübe. Bei dieser „primär chronisch progredienten“ Form nimmt die Behinderung stetig zu.

Zur Behandlung wird während oder nach den Schüben entzündungshemmendes Kortison eingesetzt. BetaInterferone („Betaferon“, „Avonex“ und „Rebif“) können Schübe wie auch die Zahl der Verletzungen im Gehirn reduzieren. Das ist auch das Potenzial von „Glatirameracetat“, einem Gemisch aus Aminosäuren („Copaxone“). Für den schubförmigen Verlauf und die sekundär-progrediente Form ist auch „Mitoxantron“ („Ralenova“) zugelassen. Nicht zugelassen sind dagegen die „Immunglobuline“, die aus menschlichem Blutplasma gewonnen werden. Sie kommen zum Zuge, wenn Interferone oder „Glatirameracetat“ nicht eingesetzt werden können. pja

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