Gesundheit : Schule: Platz 1: Sport

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12,6 Millionen Schüler besuchen im laufenden Jahr die Schulen in Deutschland. Das sind 0,5 Prozent weniger als in früheren Jahren, teilte die Kultusministerkonferenz mit. Zwischen den Ländern der alten Bundesrepublik und der früheren DDR gibt es jedoch Unterschiede. In den Länder der alten Bundesrepublik stiegen die Schülerzahlen noch um 83 500, in den neuen Ländern sanken sie um 142 300 Jugendliche.

Der Schülerrückgang zeigt sich besonders bei den Schulanfängern: Mit 821 600 sind es 12 600 weniger als im Vorjahr. In den alten Ländern fiel die Anfängerzahl um rund 10 100 (1,4 Prozent) auf 718 300, in den neuen Ländern fiel sie um 2500 (das sind 2,4 Prozent) auf 103 300.

Allerdings gehen die Kinder nicht nur anfangs gern in die Schule. Auch mit steigendem Alter haben die meisten weiter Spaß am Unterricht. Dies bestätigt eine Langzeitstudie des Instituts für Schulpädagogik und pädagogische Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin. Darin beantworteten mehrere hundert Kinder vom zweiten bis zum sechsten Schuljahr jährlich die Frage: "Wie gern gehst du zur Schule?"

Demnach gehen im zweiten Schuljahr fast alle Kinder sehr gern oder gern zur Schule. Unerwartet war für die Wissenschaftler, dass die Schulfreude in den folgenden Jahren nur geringfügig abnimmt. Noch über die Hälfte der Sechstklässler besuche gern oder sehr gern die Schule, kommentieren die Experten. In allen Schuljahren liege die Anzahl der Kinder, die nicht gern zur Schule zu gehen, unter fünf Prozent.

Die Schüler wurden auch nach der Beliebtheit der einzelnen Fächer gefragt. Über die Schuljahre hinweg bleibt die Rangreihe stabil: Sport ist das beliebteste Fach. Im sechsten Schuljahr mögen es noch 84 Prozent der Schüler. Auch Kunst und Lesen stehen hoch in der Gunst. In der Rangordnung folgen Mathematik und - im fünften und sechsten Schuljahr - Englisch. Diese Fächer mögen immerhin noch etwas mehr als die Hälfte der Schüler der sechsten Klassen. Insgesamt habe die Studie gezeigt, dass Mädchen lieber zur Schule gehen. Sie bevorzugen Bildende Kunst und Deutsch. Jungen dagegen nannten Sport und Mathematik als favorisierte Fächer.

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