Gesundheit : Schwan will in den nächsten sechs Jahren die Universität in Frankfurt Oder leiten

Heiko Schwarzburger

Staatswechsel an der Viadrina: Brandenburgs scheidender Wissenschaftsminister Steffen Reiche hat die Politologin Gesine Schwan offiziell in das Präsidentenamt der Universität in Frankfurt Oder eingeführt. "In die nächsten Jahre fällt die Osterweiterung der EU und die gleichberechtigte Integration Polens", meinte er. "Das wird den politischen Rahmen für die Europa-Universität abstecken und ihre internationale Kompetenz für Transformationen in Mittel- und Osteuropa stärken." Gesine Schwan, bis dahin Professorin an der Freien Universität, war im Frühsommer zur Nachfolgerin von Hans Weiler gewählt worden, der die jüngste Neugründung an der Universität in Ostdeutschland sechs Jahre lang geführt hatte.

Sie stellte in Aussicht, die Viadrina auch die kommenden sechs Jahre im Sinne ihrer Gründer zu leiten. "Die dramatische Erfahrung zerstörerischer Grenzziehung und die scheinbar hoffnungslose Randlage könnten besonders dazu anstiften, die Chance einer ebenso unterscheidenden sowie verbindenden Grenze zu nutzen", sagte sie auf dem Festakt in der Frankfurter Konzerthalle, der zugleich den Beginn des akademischen Jahres markierte. "Hier bauen wir gemeinsam mit unseren polnischen Partnern an einem neuen Europa, in dem abschottende Grenzen endgültig überwunden werden."

Im achten Jahr ihres Bestehens sind an der Viadrina 3000 junge Menschen immatrikuliert, davon mehr als ein Drittel aus dem Nachbarland Polen. Der scheidende Rektor Hans Weiler bescheinigte Wissenschaftspolitikern und Dozenten eine einzigartige Aufbauleistung. "Die Gründung der Viadrina war ein mutiger Schritt", resümierte der Deutsch-Amerikaner. "Die stolze Viadrina segelt heute auf Erfolgskurs."

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben