Gesundheit : Senat streicht Haushaltsmittel für Nachwuchs der HdK

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Die Hochschule der Künste (HdK) darf vorläufig keine neuen Nafög-Stipendien mehr vergeben. Die Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft hat die Haushaltsmittel für neue Stipendien bereits am 13. Dezember gesperrt, wie erst jetzt bekannt wurde. In einem Schreiben an den Präsidenten der HdK, Lothar Romain, begründet die Verwaltung den Schritt mit den in einem Tagesspiegel-Artikel vom 11. Dezember erhobenen Vorwürfen gegen die Vergabepraxis an der HdK. Den Recherchen zufolge hatten Professoren in der Vergabekommission jahrelang eigene Schüler bei der Auswahl der Stipendiaten massiv begünstigt. Nach Informationen aus der HdK plant die Wissenschaftsverwaltung jetzt eine neue Vergabepraxis mit unabhängigen Gutachtern. Eine Bestätigung war am Freitag nachmittag vom Senat nicht mehr zu bekommen.

Die Wissenschaftsverwaltung bittet den HdK-Präsidenten in ihrem Schreiben um Stellungnahme zu den geäußerten Vorwürfen und um "eine detaillierte Auflistung" der Kommissionsmitglieder und Stipendiaten. Bis dies erfolgt sei, blieben die Stipendien gesperrt. Man hoffe, gemeinsam einen Weg zu finden, "die Stipendienvergabe so transparent und objektiv wie möglich zu gestalten".

Der HdK-Quelle zufolge soll das inzwischen vom Präsidenten vorgelegte Material ergeben haben, dass etwa 50 Prozent der Stipendien in den vergangenen Jahren an Schüler von Kommissionsmitglieder gegangen sind.

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