Gesundheit : Showdown in Karlsruhe

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Es ist Winter. Sie sind Zeitzeuge/zeugin. Vor Ihren Augen findet ein großer Showdown in Karlsruhe statt. Es geht um Geld. Ihr Geld. Auf der einen Seite streiten sechs Bundesländer, auf der anderen wehrt sich der Bund. Jetzt sprechen die roten Roben ein Machtwort: „Im Namen des Volkes, Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn darf den Ländern nicht verbieten, Studiengebühren zu nehmen. Jedes Land darf machen, was es für richtig hält.“ Erstmals gibt es in Deutschland Gebühren für das Erststudium. – Alles nur Phantasie, es könnte ja auch sein, dass die Ministerin siegt? Im Moment glaubt sie selbst nicht dran. Also: Gut möglich, dass das Studium in den meisten Ländern bald für alle etwas kostet. Aber immerhin: Viele Politiker sind für Modelle, bei denen man seine Gebühren – vielleicht zunächst 500 Euro pro Semester – erst dann zurückzahlen muss, wenn man fertig studiert hat und Geld verdient. Außerdem wird vielleicht auch manches an den Hochschulen besser, wenn das Studium etwas kostet. Berliner dürften aber bis 2006 geschützt sein, sogar vor Langzeitgebühren, wie sie in vielen Bundesländern schon erhoben werden. Bis dahin gilt der Koalitionsvertrag zwischen SPD und PDS, der die Gebührenfreiheit festschreibt. Vorsichtshalber sollten Sie trotzdem schon mal schneller studieren: Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit ist nämlich sehr für Gebühren. Wenn er sich durchsetzt … Rücken Sie lieber rasch zwei Stufen weiter .

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