Gesundheit : Sicherheit im Straßenverkehr: Elektronik soll die Unfallzahlen senken

Mit dem Einsatz moderner Elektronik in Autos will DaimlerChrysler die Unfallzahlen im Straßenverkehr langfristig senken. Forschungsvorstand Klaus-Dieter Vöhringer sagte, der Konzern arbeite seit einigen Jahren an entsprechenden Systemen. In Sekundenbruchteilen vor dem Unfall greift die Elektronik ein.

Sehr viele Unfälle könnten verhindert werden, wenn nur ein Fünftel einer Sekunde mehr Zeit zur Reaktion zur Verfügung stünde. Als ein Beispiel nannte Vöhringer die elektronische Knautschzone. Mit ihrer Hilfe werde ein Fahrzeug gebremst, wenn es einem vorausfahrendem Auto zu nahe komme und der Fahrer vorher nicht reagiere. Dies könne wesentlich zur Verhinderung von Auffahrunfällen beitragen.

Ferner forsche der Konzern an einem System, das einen unbeabsichtigten Spurwechsel auf Autobahnen verhindere. Mit der Hilfe einer Kamera wird den Angaben zufolge die Straße überwacht. Die Elektronik werte die Bilder aus und stelle fest, wenn sich das Auto ohne gesetzten Blinker nach rechts oder links bewege. "Wenn das System mehrfach anspricht, ist dies ein klares Zeichen für den Fahrer, dass er übermüdet ist", sagte Vöhringer.

Der Autobauer entwickelt nach eigenen Angaben auch ein System, das zuverlässiger als der Fahrer erkennen soll, ob beim Abbiegen nach rechts ein Fußgänger geht oder ein Radfahrer fährt. Allein in Deutschland seien im vergangenen Jahr 7700 Menschen an den Folgen von Verkehrsunfällen gestorben. Etwa 500 000 seien bei Verkehrsunfällen verletzt worden. "Jeder Tote und jeder Verletzte ist einer zu viel", sagte der Forschungsvorstand beim zweitägigen "Innovations-Symposiums" des Konzerns.

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