Gesundheit : Sonnen-Gen statt Sonnencreme Ererbter Schutz für die Haut

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Bestimmte Gene schützen die menschliche Haut vor Sonnenbrand. Unabhängig vom Hauttyp sind zwei Gene dafür ausschlaggebend, wie die Haut auf Sonneneinstrahlung reagiert. Das hat eine Arbeitsgruppe am Institut für Klinische Pharmakologie der Charité in Berlin festgestellt. Wer demnach viel des aktiven Erbfaktors T1 in sich trage, sei besonders gut vor einem Sonnenbrand geschützt.

„Bislang haben wir uns darüber gewundert, dass auch manche dunkelhäutige Menschen sonnenempfindlich sind“, sagte die Sprecherin der Charité, Silvia Schattenfroh. Jetzt kenne man das Gen, das diese Empfindlichkeit bestimmt.

Ein zweiter Erbfaktor, von den Forschern mit M1 bezeichnet, beeinflusse die Sonnenempfindlichkeit nach der Einnahme gewisser Medikamente wie Antibiotika, sagte die Sprecherin. „Wir hoffen, in Zukunft Medikamente zu entwickeln, die auf die Gene des Patienten abgestimmt sind.“ Bei Tests lässt sich feststellen, wie gut die eigenen Gene arbeiten. dpa

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