Gesundheit : Sparkassen starten Studienkredit

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Ab Mitte Oktober wollen die Sparkassen ausgewählten Studenten ihren neuen Studienkredit verkaufen. Die Darlehenshöchstgrenze soll bei 25000 Euro liegen. Das entspricht 700 Euro im Monat, wenn der Kredit über drei Jahre, die Dauer eines Bachelorstudiums, läuft. Jeder kreditwürdige Student solle ein individuelles Angebot bekommen, sagte Christoph Schulz vom Vorstand des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes.

Die Sparkassen sind nach der Deutschen Bank das zweite private Institut, das einen Studentenkredit auflegt. Die geplanten Zinsen der Sparkassen von 6,5 bis 8,1 Prozent ähneln denen der Deutschen Bank (5,9 bis 9,9 Prozent) – sind aber höher als die fünf Prozent des Studienkredits, den die staatliche KfW-Bankengruppe ab 2006 anbieten will.

Als Rechenbeispiel geht der Sparkassenverband von einem Studenten aus, der drei Jahre lang monatlich 600 Euro erhält. Er habe zehn Jahre Zeit, den Kredit zu tilgen. Inklusive Zinsen komme er auf eine Darlehenssumme von maximal 38000 Euro. Monatlich müsse er so 230 Euro zurückzahlen. Der Kredit soll eine Arbeitslosenversicherung enthalten, die mit der Rückzahlung einspringt, wenn Kreditnehmer ihren Job verlieren. Sie greift nach zwei Jahren Arbeitslosigkeit.

„Möglichst viele Studenten“ sollten den Kredit bekommen, sagte Schulz – aber nicht alle. Bei jedem Studenten werde geprüft, ob er kreditwürdig sei. Wer bereits Schulden habe, käme nicht in Frage. Das Studienfach und der Ruf der Uni sollten dagegen „kein Ausschlusskriterium“ sein. Experten gehen allerdings davon aus, dass das Studienfach und die Berufsaussichten eines Studenten bei der Kreditvergabe sehr wohl eine Rolle spielen werden.

Sparkassenvorstand Schulz griff erneut die KfW an, die ihren Kredit allen Studenten anbieten will. Er sehe „kein Marktversagen“ der Privatbanken bei den Bildungskrediten. Für einen billigen staatlichen Studienkredit wie das KfW-Angebot sehe er daher „keine Notwendigkeit“. tiw

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