Gesundheit : SPD-Länder für Qualitätskontrollen

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Wie können die deutschen Schulen nach den schlechten Ergebnissen im internationalen Schultest Pisa verbessert werden? Die SPD-geführten Bundesländer wollen zunächst den Leistungsstand durch regelmäßige und länderübergreifende Vergleichsarbeiten überprüfen lassen. Dazu streben sie eine bundesweite Vereinbarung der Kultusminister an, die am 23. Mai tagen.

Die Vergleichsarbeiten sollen die Schulzeit der Kinder begleiten – mindestens ein Mal in der Grundschule und zwei Mal in den Schuljahren vor der Mittleren Reife. Die einzelne Schule wie auch die Schüler selbst sollen so eine „Rückkoppelung“ über ihren Leistungsstand im Vergleich zu Nachbarschulen und zu Schulen anderer Bundesländer erhalten, sagte der Bildungssprecher der SPD-geführten Länder, der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Jürgen Zöllner, am Mittwoch. Nach dem Willen der SPD-Länder sollen die „Maßnahmen zur Qualitätssicherung“ nicht erst auf die Schulabschlüsse zum Ende der Schulzeit konzentriert werden. Vielmehr sollen die Leistungs-Diagnosen so rechtzeitig kommen, dass Schwächen ausgebügelt werden können und möglichst viele Schüler einen erfolgreichen Abschluss erreichen.

Die Ergebnisse der Arbeiten sollen in einem „Aufgabenpool“ gesammelt werden, an dem sich die einzelnen Schulen orientieren können. Die SPD-Länder hatten sich Mitte April in Magdeburg auf dieses Konzept verständigt. Es sieht auch eine Ländervereinbarung über gemeinsame Lernstandards an den Grundschulen vor. Die rheinland-pfälzische Schulministerin, Doris Ahnen (SPD), sagte dazu, Deutschland brauche mehr Abiturienten und mehr Absolventen mit qualifizierter Mittlerer Reife. Die Schulen müssten möglichst viele Kinder zu höheren Abschlüssen mitnehmen und die „Begabungsreserven“ der Gesellschaft besser nutzen. Ein Weg, um das zu erreichen, sei der Ausbau von Ganztagsschulen.

Bei ihrem Treffen auf der Wartburg wollen die Kultusminister auch zur Forderung der Bundestagsfraktionen von SPD, Grünen und FDP nach einem „Nationalen Bildungsbericht“ Stellung nehmen. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt forderte: „Statt der üblichen unverbindlichen KMK-Erklärungen, die niemandem weh tun und keinem helfen, brauchen wir verpflichtend eine regelmäßige Berichterstattung über die erzielten Fortschritte nach Pisa.“Bärbel Schubert

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