Gesundheit : Spitzenunis „trotz rot-roter Politik“

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Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus hat die Wissenschaftspolitik des Senats heftig attackiert. Berlins Unis hätten sich trotz, nicht wegen der „rot-roten Politik“ erfolgreich platziert, sagte Lisa Paus (Grüne) am Mittwoch bei einer Aktuellen Stunde zum Abschneiden der Berliner Unis im Elitewettbewerb. Der Senat habe jahrelang bei den Hochschulen gekürzt. Die FU, die unter zehn in der Königsdisziplin nominierten Hochschulen gekommen ist, sei immer wieder von einer „breiten Koalition“ als „entbehrlich“ betrachtet worden. Manche hätten sie für „zu links“ gehalten, andere für ein „Produkt des Kalten Krieges“. Bundeskanzler Schröder habe daher die HU „als Elite-Uni ausgerufen“. Nach dem aktuellen Erfolg der FU sollten „sämtliche Ideen einer schleichenden Fusion oder einer Schließung der FU passé sein“, sagte Paus.

Nicolas Zimmer (CDU) warf dem Wissenschaftsexperten der SPD, Christian Gaebler, vor, im Jahr 2003 den Wiederaufbau der Humboldt-Uni nach der Wende als eine „glatte Fehlinvestition“ bezeichnet zu haben. Gaebler antwortete, er habe damit das Fehlen eines Konzepts für alle Berliner Unis gemeint.

Wissenschaftssenator Thomas Flierl (PDS) plädierte dafür, in Zukunft noch mehr Geld als bislang an die Berliner Unis nach Leistung zu verteilen. Die Hochschulverträge könnten nachgebessert werden. Außerdem kritisierte Flierl, die Kulturwissenschaften seien im Elite-Wettbewerb benachteiligt worden. Exzellenz dürfe nicht auf „Kriterien wirtschaftlicher Verwertung reduziert werden“. Die Politik müsse gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft eine „gründliche Auswertung“ des Wettbewerbs vornehmen. akü

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