Gesundheit : Sprachkenntnisse: Deutsch in der Vorschule

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will Migrantenkindern künftig in der Vorschulphase ausreichende Deutschkenntnisse vermitteln. Das kündigte Bildungsministerin Gabriele Behler (SPD) am 2. Januar in einem dpa-Gespräch in Düsseldorf an. Die Teilnahme an diesem Unterricht soll aber nicht verpflichtend sein. "Reine Zwangsmaßnahmen würden nicht greifen. Ein Gesetz wäre absurd", meinte die Ministerin.

Über Pflichten könne erst geredet werden, wenn es entsprechende Angebote gebe. "Hätte man ein flächendeckendes Angebot an sprachlicher Vorschulerziehung, hielte ich es allerdings für richtig, die Kinder zu verpflichten, es anzunehmen". Ohne ausreichende Deutschkenntnisse könne eine Integration - auch später in den Arbeitsmarkt - nicht gelingen. Wenn eine Teilnahmepflicht eingeführt wird, soll sie aber für alle Kinder mit Sprachdefiziten gelten, nicht nur für Migranten.

Die Schuleingangsuntersuchungen sollen künftig auch die sprachlichen Kompetenzen der Kinder erfassen, so Behler. "Der Zeitraum bis zum Schulbeginn muss genutzt werden." Spätestens am Ende des ersten Schuljahres müsse Deutsch für alle Kinder Arbeitssprache sein.

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