Gesundheit : Stammzellen aus Knochenmark keine Alleskönner

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Stammzellen aus dem Knochenmark sind nach einer Studie der Universität Bonn nicht die erhofften „Alleskönner“, die gegen zahlreiche Leiden helfen können. Die Zellen können zwar in Muskelfasern einwandern, übernehmen dort aber meist keine Muskelaufgaben, wie ein Team um Anton Wernig im USFachblatt „PNAS“ berichtet. Als Ersatz für defekte Muskelzellen eignen sich Knochenmarkstammzellen daher nach Meinung der Mediziner nicht.

Das Knochenmark produziert ständig Stammzellen, aus denen sich das Blut erneuert, weswegen Wissenschaftler aus den Knochenmarkszellen auch andere Gewebetypen züchten wollen. Nach Darstellung der Uni Bonn gaben für diese Hoffnung einige Studien auch Anlass. Selbst Krankheiten wie die Duchenne-Muskeldystrophie (DMD), die sämtliche Muskeln im Körper zerstört, schienen dadurch heilbar. In einem Tierversuch konnten die Forscher aber nun nachweisen, dass sich im Muskelgewebe zwar die Stammzellen ansiedelten, aber ohne eine Besserung der Krankheit. Die Zellen produzierten nicht oder nur in sehr geringer Menge ein für den Muskelaufbau wichtiges Protein. dpa

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