Gesundheit : Standort Deutschland: Viele Inder an Green Card interessiert

U.S.

Bund und Länder betreiben jetzt ein internationales Marketing für den Bildungs- und Forschungsstandort Deutschland. Mit Plakaten sollen Talente zum Studium, zur Forschung und Weiterbildung nach Deutschland eingeladen werden. Die erste Welle der Werbekampagne soll von September dieses Jahres bis zum März 2002 in Mexiko, der Türkei, Indien, Indonesien, Russland und China starten. Für das Marketing will Bundesministerin Edelgard Bulmahn innerhalb von drei Jahren 35 Millionen Mark aus UMTS-Zinsersparnissen bereitstellen. Der DAAD erhält eine Million Mark zusätzlich, um an den Hochschulen ein besseres Betreuungsprogramm für die ausländischen Studenten zu ins Leben zu rufen.

Die Green-Card-Initiative der Bundesregierung stößt bei indischen Computerfachleuten auf große Resonanz. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Universität Hohenheim in Baden-Württemberg. Etwa 65 Prozent der indischen Spezialisten in der Informationstechnik könnten sich vorstellen, vorübergehend nach Deutschland auszuwandern. Bisher stellen die Inder bei den vergebenen Green-Cards die größte Gruppe vor den Russen, Rumänen und Tschechen. Für die Green-Card sprechen aus Sicht der Inder vor allem finanzielle Aspekte und eine höherer Lebensstandard.

Nach der Umfrage sind 87 Prozent der indischen Comptuerfachleute mit den politischen und sozialen Bedingungen in ihrem Heimatland unzufrieden und erwarten von Deutschland einen viel höheren und attraktiveren Standard. Bei den Indern gelten weder das Fehlen hinduistischer Zentren in Deutschland noch die Ausländerfeindlichkeit als gravierende Hemmnisse. Die meisten glaubten auch, dass sie mit Englisch-Kenntnissen zurechtkommen oder Deutsch relativ leicht lernen könnten. Lediglich 22 Prozent der Computerspezialisten halten die Deutschen für ausländerfeindlich.

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