Gesundheit : Sterbende Zellen rufen selbst nach Entsorgung

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Wenn verbrauchte oder geschädigte Körperzellen ihr Ende nahen sehen, rufen sie ihre Bestatter selbst herbei. Wie Forscher jetzt nachwiesen, geben sie ein bestimmte Fettverbindung (Phospholipid) ab, worauf Fresszellen (Phagozyten) reagieren. Die Arbeitsgruppe um Sebastian Wesselburg vom Tübinger Universitätsklinikum, die ihre Arbeit im Fachmagazin „Cell“ veröffentlichte, spricht von einem wichtigen „eatme-Signal“.

Täglich stellt unser Körper Milliarden neuer Zellen her, um sie gegen verbrauchtes oder geschädigtes Material auszutauschen. Die alten Zellen aktivieren ein „Selbstmordprogramm“ (Apoptose) und leiten ihre Entsorgung selbst ein. Nur sollte die Zelle nicht vor der Ankunft der Fresszellen ableben. Sonst platzt sie und Entzündungen entstehen. Genau dies wiederum gilt neuesten Forschungsergebnissen zufolge als eine denkbare Ursache von Autoimmunkrankheiten. gih

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