Gesundheit : Streit um frühere Mittlere Reife für Gymnasiasten

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Die Mehrheit der Bundesländer lehnt es ab, den Erwerb der Mittleren Reife an Gymnasien ein Jahr früher zu ermöglichen. Ein Vorstoß Hessens, die Schulzeit auf neun Jahre zu verkürzen, wird bislang nur von BadenWürttemberg und Niedersachsen unterstützt. Baden-Württembergs Kultusministerin Annette Schavan (CDU) sagte, wenn das Abitur nach zwölf Jahren gemacht werde, sei die frühere Mittlere Reife „nur logisch“.

Marianne Demmer von der GEW sagte hingegen, der Plan sei überflüssig, weil überhaupt nur 4,7 Prozent der mittleren Abschlüsse an Gymnasien erworben würden. In der FDP ist der Plan umstritten. Während die Bundestagsabgeordnete Cornelia Pieper das Vorhaben unterstützt, hält ihn Mieke Senftleben von der Berliner FDP für „schwachsinnig“. Der Unterricht könne nicht ständig komprimiert und dadurch in den Nachmittag ausgedehnt werden, ohne dass die Schüler in Ganztagsschulen ein Mittagessen zu sich nehmen könnten. Tsp/dpa

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