Gesundheit : Studenten machen Berlin reicher

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Auswärtige Studenten tragen mit Millionenbeiträgen zum Berliner Landeshaushalt bei. 71 Millionen Euro flossen seit dem Wintersemester 2002/2003 allein deswegen in die Landeskasse, weil Studenten aus anderen Bundesländern ihren Wohnsitz nach Berlin verlegten. Das teilte Wissenschaftsstaatssekretär HansGerhard Husung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Abgeordneten Lisa Paus mit. Berlin erhält aus dem Länderfinanzausgleich 2500 Euro für jeden Studenten, der an einer Berliner Hochschule studiert und seinen Wohnsitz in Berlin hat, aber aus einem anderen Bundesland stammt.

Als Anreiz zahlt Berlin seit 2002 ein Begrüßungsgeld von 110 Euro an jeden Studenten, der seinen Wohnsitz ummeldet. Vom Wintersemester 2002/2003 bis Dezember 2004 gab das Land nach Senatsangaben rund 3,3 Millionen Euro an über 30 000 Studierende aus. Die einmalige Zahlung motivierte die Studenten anscheinend zum Gang aufs Einwohnermeldeamt: Zwischen 2002 und 2004 verdoppelte sich die Zahl der jungen Leute, die sich nach der Immatrikulation an einer Hochschule neu in Berlin registrieren ließen.

Wie viele Studierende sich trotz Begrüßungsgeld nicht in der Hauptstadt mit erstem Wohnsitz registrieren lassen, konnte der Senat nicht ermitteln. Insgesamt kommen rund 60 Prozent der 140000 Jung-Akademiker in Berlin aus anderen Bundesländern. Auswärtige Studenten gesetzlich zu einer Ummeldung zu verpflichten, hält der Senat für rechtlich nicht zulässig. tiw

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