Gesundheit : Studenten mit Kind können aufatmen Bundesregierung sichert Anspruch auf Sozialgeld

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Minderjährige Kinder von erwerbsfähigen Studierenden erhalten künftig Sozialgeld, wenn deren Eltern ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln bestreiten können. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz am Mittwoch mit: Auf Initiative der Berliner Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, Heidi KnakeWerner, habe das zuständige Bundesministerium für Wirtschaft jetzt Rechtsklarheit geschaffen.

Bislang hatten in diesen Fällen die Kinder einen Anspruch auf Sozialhilfe. Mit den am 1. Januar in Kraft tretenden Neuregelungen nach Hartz IV drohte jedoch eine Rechtslücke und ein Kompetenzstreit. Nun wird Kindern von erwerbsfähigen Studierenden ab kommendem Jahr Sozialgeld gewährt. Der ungeklärte Status dieser Kinder ist damit beseitigt und ihr Lebensunterhalt gesichert. Die Senatorin sagte, einer ganzen Gruppe von jungen Menschen, die für eine bestimmte Zeit auf staatliche Unterstützung angewiesen sei, könne jetzt eine große Sorge genommen werden.

Nach Auskunft der Senatsverwaltung wird sich die finanzielle Situation von bedürftigen Studierenden mit Kind nun nicht verschlechtern. Eine alleinerziehende bedürftige Mutter etwa bekomme für ihr Kind bis zu dessen vollendeten 14. Lebensjahr ein Sozialgeld von 207 Euro, zusätzlich kann die Studentin Mietkosten und Mehrbedarf als Alleinerziehende sowie die Übernahme der Krankenversicherung anmelden. Die Studierenden müssen ihre Anträge auf Sozialgeld bei den Agenturen für Arbeit stellen.

Unter den Studierenden mit Kind hatte die unklare Perspektive zu großer Unsicherheit geführt, studentische Beratungsstellen hatten von verzweifelten Eltern berichtet. akü

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