Gesundheit : Studenten müssen auf günstige Darlehen warten

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Die KfWBankengruppe zieht ihre Studienkredite zurück. Der Start des Programms, das ab dem Wintersemester Studenten aller Fachrichtungen die Möglichkeit geben sollte, ihre Lebenshaltungskosten zinsgünstig zu finanzieren, sei nun für das Sommersemester 2006 „anvisiert“, erklärte gestern die staatliche Förderbank.

Der Vorstand habe die Entscheidung „aufgrund des allgemein erwarteten Bundestagswahlkampfs getroffen“ – um zu vermeiden, dass der Studienkredit „in die politisch kontroverse Diskussion um Studiengebühren gerät“. Das war allerdings von vornherein der Fall: Die Bank legte ihr Angebot gleich nach dem Ende Januar ergangenen Gebühren-Urteil des Bundesverfassungsgerichts vor. Allerdings hatte der KfW-Vorstand betont, dass es nur um die Lebenshaltungskosten gehe. Unklar ist auch, welche Rolle die unpopuläre Gebührenfrage im Wahlkampf überhaupt spielen wird: Die Länder, die die Gebühr planen, wollen bis 2006/2007 warten.

Dagegen wird das KfW-Modell seit Monaten von potenziellen Vertriebspartnern in Frage gestellt: Der Sparkassenverband kritisierte es als „zu riskant“ – und kündigte eigene Studienkredite an. Die Deutsche Bank wollte sich zunächst nicht dazu äußern, ob sie KfW-Kredite vertreibt – und legte selber ein Programm auf. Die KfW beteuert indes, dass die Gespräche mit den Vertriebspartnern – darunter auch die Studentenwerke – „weit vorangeschritten“ seien. -ry

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