Gesundheit : „Studenten werden gebraucht“

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In Deutschland gibt es vier Millionen Arbeitslose, wer stellt da Studenten ein, Herr Hamann?

Natürlich ist bei uns der Arbeitsmarkt in den letzten Jahren sehr eng geworden. Aber Studenten sind immer noch gefragt. 26 000 Studenten haben wir allein im letzten Jahr vermittelt. Egal, ob die Oma ihr Wohnzimmer streichen lassen will, eine Familie umzieht oder ein Garten umgegraben werden soll: Studenten werden gebraucht. Die meisten Jobs erfordern keine besondere Eignung. Besonders kräftige Männer werden für Aushilfstätigkeiten auf dem Bau oder bei Speditionen gesucht. Aber wir haben auch qualifizierte Tätigkeiten im Angebot: als Programmierer, Bürohilfe, Handwerker, Dolmetscher. Wer gut mit Computern umgehen kann und obendrein schnell tippt, dem können wir mit ziemlicher Sicherheit eine Stelle anbieten. Das sind auch längst nicht mehr nur kurzfristige Jobs, oftmals stellen die Chefs unsere Studenten langfristig ein. Natürlich haben wir aber weiterhin klassische Aushilfsjobs.

Was muss man tun, um einen Job über die „Heinzelmännchen“ an der Freien Universität zu ergattern?

Es gilt das Lostrommelprinzip. Wer morgens zuerst kommt, der kann sich den besten Job aussuchen. Für bis zu drei Stunden zahlen die Arbeitgeber pauschal 36 Euro, ansonsten beträgt der Stundenlohn zwischen acht und zehn Euro. Gar nicht so schlecht also, vor allem, weil für die meisten nur zehn Prozent Rentenversicherung fällig werden.

Fred Hamann gehört zur studentischen Arbeitsvermittlung „Heinzelmännchen“ der Freien Universität

Arbeitsvermittlungen für Studenten:

heinzelmaennchen-berlin.de, www.tusma.de , www.jobstudent.de , www.critera-jobs.de

Fotos: G. Schleser (2) und T. Rückeis (4), Grafik: Fabian Bartel, Interviews: Tsp

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