Gesundheit : Studierende wollen Gebühren boykottieren

-

In Niedersachsen formiert sich Widerstand gegen die Erhebung von Studiengebühren. An 16 Hochschulen sei ein Gebührenboykott beschlossen worden, sagte der Sprecher der niedersächsischen Asten-Landeskonferenz, Daniel Josten, gestern in Hannover. In den meisten Fällen hätten die Studierendenausschüsse ein von einer Anwaltskanzlei betreutes Treuhandkonto eingerichtet, auf dem die Studenten ihre Gebühren bis auf weiteres einzahlen sollten. Auch Studierende der TU Hamburg-Harburg kündigten einen Boykott an. Das Studentenparlament legte fest, die Aktion solle nur dann durchgeführt werden, wenn sich mehr als 1333 Studenten beteiligen, also ein Drittel der Studentenschaft.

Baden-Württembergs Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) hat Studenten in seinem Land vor einem Boykott der Gebühren gewarnt. „Man sollte nicht mit dem Feuer spielen. Denn die auf einen Boykott zwangsläufig folgende Exmatrikulation kann den Verlust eines Studienplatzes auf Dauer bedeuten“, sagte er. Die Zahlung auf ein Treuhandkonto schütze nicht vor dem Ausschluss. In Baden-Württemberg und Hamburg werden Gebühren 2007 eingeführt, in Niedersachsen zahlen Erstsemester seit dem Herbst 500 Euro. ddp/dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben