Gesundheit : Südafrikaner aus dem All zurück Für Integration an Bord gelobt

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Nach elf Tagen Abenteuer im Weltall ist der 28-jährige Weltraumtourist Mark Shuttleworth am Sonntag morgen zur Erde zurückgekehrt. An Bord einer Sojus-Kapsel landete der südafrikanische Multimillionär gemeinsam mit einem russischen und italienischen Astronauten in der kasachischen Steppe. Shuttleworth hatte als zweiter Weltraumtourist für die Reise zur Internationalen Raumstation 20 Millionen Dollar (rund 22 Millionen Euro) an Russland gezahlt.

Großes Lob erhielt Shuttleworth von der russischen Raumfahrtbehörde, wie die Agentur Interfax meldete. Er habe sich „bestens in die Besatzung an Bord der Internationalen Raumstation integriert“, hieß es. Die Dauerbesatzung aus zwei US-Amerikanern und einem Russen soll noch bis Mitte Juni im All bleiben.

Shuttleworth, der am 25. April vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur gestartet war, führte an Bord der Raumstation mehrere Experimente für die Entwicklung neuer Aids-Medikamente durch. Er züchtete mit Hilfe einer Experimentieranlage des Raumfahrtkonzerns Astrium Proteinkristalle, teilte das Unternehmen in Bremen mit. An Bord der Raumstation wollte Shuttleworth in der Schwerelosigkeit Proteine von HIV-Viren und Allergie-Erregern erforschen und möglichst große Proteinkristalle züchten. Die wissenschaftlichen Experimente verliefen nach vorläufigen Erkenntnissen erfolgreich.

Der Aufenthalt des ersten Afrikaners im Weltall löste in Südafrika eine beispiellose Begeisterung aus. Nach dem mit einer Softwarefirma zu Reichtum gekommenen Shuttleworth wollen immer mehr Multimillionäre ebenfalls den Trip in den Kosmos wagen. Zu den Anwärtern zählt unter anderem der Boygroup- Sänger Lance Bass. Als erster Weltraumtourist war der US-Amerikaner Dennis Tito im Alter von 60 Jahren im vergangenen Jahr zur ISS geflogen. dpa

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