Gesundheit : Super Plus für Mai angekündigt

gih

Derzeit überbieten sich die Mineralölhersteller geradezu bei den Ankündigungen, sie würden demnächst den Schwefelgehalt in den Fahrzeugkraftstoffen senken. Vor etwa einer Woche hatten, wie berichtet, BP und Shell mitgeteilt, sie wollten vom Juni dieses Jahres an schrittweise Super Plus einführen, das weniger als zehn Teile pro Million (ppm) Schwefel enthält. Damit gilt dieser Kraftstoff bereits als "schwefelfrei".

Jetzt spricht die Aral-AG davon, einen solchen Sprit bereits von Mai an - ebenfalls schrittweise - auf den Markt zu bringen. Geringe Mengen schwefelarmen Kraftstoffs seien sogar ohne größeren Aufwand zu gewinnen, zitiert dpa Auskünfte der Aral-Mutter Veba in Gelsenkirchen. Großflächig eingeführt, werde der Kraftstoff allerdings drei Pfenning pro Liter teurer sein als der bisherige. Andererseits soll es von 2001 an Steuererleichterungen geben, was die Kostensteigerung mindert, während die Belastung auf herkömmlichen Kraftstoff um drei Pfennig erhöht werde.

Dieser enthält derzeit 150 ppm (Diesel: 350 ppm), von Ende 2001 an müssen alle Vorräte - für Diesel und Benzin - auf 50 ppm Schwefel reduziert sein ("schwefelarm"), von 2005 an gilt europaweit die 10-ppm-Obergrenze. Zu erreichen ist sie aber auch schon 2003 - spätestens.

Schwefel macht sich nicht nur als Gestank in Auspuffgasen bemerkbar, es stört auch bei modernen Benzin-Direkteinspritzmotoren. Sollen sie so sparsam wie möglich laufen, brauchen sie spezielle DeNOx-Katalysatoren. Und genau diese leiden unter dem Schwefel. Deshalb befürwortet auch die Autoindustrie die Einführung schwefelarmen oder -freien Sprits stark.

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