Gesundheit : „Testeritis statt Reformen“

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Zwei Jahre nach Pisa haben die Länder nach einer Analyse der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) noch immer keine Lehren aus dem Schultest Pisa gezogen. „Weder werden sozial benachteiligte und schwächere Kinder konsequent gefördert, noch gibt es einen „Masterplan“, wie die Länder das Bildungsniveau verbessern wollen“, kritisierte die GEWVorsitzende Eva-Maria Stange am Donnerstag in Berlin.

Stattdessen hätten mehr Auslese und eine „Testeritis“ an den Schulen Einzug gehalten, ohne dass klar sei, welche Konsequenzen aus den Ergebnisse folgten. Stange: „Die Tendenz geht dahin, die Kinder nach der vierten Klasse einfach besser zu sortieren – statt besser zu fördern.“ Zugleich würden die Lehrer, von deren Engagement Schulreformen abhingen, durch erneut längere Arbeitszeiten und Gehaltsabzüge verprellt. rt

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