Gesundheit : TFH-Präsident Ackermann legt sein Amt nieder

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Der Präsident der Technischen Fachhochschule Berlin, Gerhard Ackermann, legt sein Amt nieder. Ab Dezember wird der bisherige Vizepräsident Reinhard Thümer die Geschäfte bis zur Neuwahl im kommenden Jahr wahrnehmen, teilte die Hochschule mit. Ausschlaggebend für Ackermanns Schritt seien gesundheitliche Gründe.

Der 63jährige Ackermann hat die Hochschule acht Jahre lang geleitet. Diese Zeit „war geprägt durch drastische Kürzungen im Berliner Hochschulbereich sowie wechselnde Senatoren und Staatssekretäre“ im Wissenschaftsressort. Die TFH erfuhr unter Ackermanns Führung gleichwohl eine inhaltliche Neuorientierung und bekam straffere Strukturen. So wurden ehemals 14 Fachbereiche zu acht zusammengeführt und die Kontakte zur Wirtschaft ausgebaut. In diesem Jahr wurden die Leistungen der Hochschule mit dem „Total-E-Quality Award“ ausgezeichnet. Neben dem Ausbau der Wirtschaftskooperationen engagierte sich Ackermann besonders für die Qualität der Lehre und führte eine kontinuierliche Evaluierung ein.

Studium und Promotion absolvierte der Physiker an der Traditions-Universität Heidelberg. 1970 wechselte er an das Forschungslabor Böblingen von IBM Deutschland und beschäftigte sich mit Halbleitertechnologie. 1972 setzte er diese Forschungen in den USA fort. Bekannt wurde sein Buch über „Holographie“. Über dieses Thema lehrte er auch später an der TFH, an der er seit 1976 Professor war.

Die Neuwahl des Präsidenten und der Vizepräsidenten steht zum Ende des Sommersemesters 2003 an. Ackermanns Amtszeit hätte turnusgemäß Ende September 2003 geendet.rt

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