Gesundheit : Tief im Bauch

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Die Nieren sind die Kläranlage des Körpers. Sie werden von Blut durchströmt und konzentrieren im Urin die Abfallstoffe, zum Beispiel den Harnstoff als Abbauprodukt des Eiweißstoffwechsels. Zugleich regulieren die Nieren den Salz und Flüssigkeitshaushalt. Außerdem produzieren sie zwei wichtige Hormone, das blutbildende Erythropoetin und das blutdrucksteigernde Renin. Auch die aktive Form des Vitamins D entsteht hier.

Der Niere drohen vor allem zwei Gefahren : Zuckerkrankheit (Diabetes) und hoher Blutdruck. Zu viel Zucker im Blut schädigt das mikroskopisch feine Filtersystem der Niere, zu hoher Blutdruck zerstört die feinen Blutgefäße. „Diabetes und hoher Blutdruck sind die beiden häufigsten Ursachen für Nierenversagen“, sagt Jan Galle, Nierenspezialist an der Würzburger Universität.

Tief im Bauch, zwischen Magen und Wirbelsäule, liegt die rund 100 Gramm schwere Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Sie produziert jeden Tag literweise Verdauungssekrete: Amylase spaltet Kohlenhydrate, Trypsin Eiweiße und Lipase Fette. Zudem sondert der Pankreas Bikarbonat in den Darm ab, das die Magensäure neutralisiert. Die kostbarsten zweieinhalb Gramm der Drüse sind die Langerhans-Inseln. Das sind 1,5 Millionen Zellverbände, die das Blutzuckerhormon Insulin produzieren und ins Blut abgeben. Ebenfalls in den Langerhans-Inseln wird das Hormon Glukagon gebildet. Als Gegenspieler des Insulins erhöht es aber den Blutzucker.

Zu schweres und fettes Essen, vor allem aber Alkohol können der Bauchspeicheldrüse akut schaden und eine mit starken Schmerzen einhergehende und riskante Entzündung (Pankreatitis) auslösen. Alkohol ist auch zu 80 Prozent die Ursache der chronischen Pankreatitis. wez

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