Gesundheit : Tiefstes Eisloch in Grönland gebohrt

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Tiefer als jemals zuvor sind Polarforscher ins Eis von Grönland vorgedrungen. Aus 3085 Metern Tiefe holte ein internationales Wissenschaftlerteam unter Leitung des NielsBohr-Instituts in Kopenhagen Bohrkerne aus dem Eis. Die Proben sollen die Klimageschichte der vergangenen 100000 Jahre entschlüsseln helfen und Hinweise auf die Entstehung der letzten Eiszeit geben.

Für eine Überraschung sorgte dabei unter anderem die Entdeckung von tiefem Grundwasser, sagt Frank Wilhelms vom Alfred- Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. Wilhelms sieht darin ein Anzeichen für vulkanische Aktivitäten unter dem grönländischen Inlandeis. Ähnliche Indizien hätten sich aus Messungen des Erdmagnetfeldes ergeben, die Flugzeuge vor zwei Jahren über Grönland gesammelt haben.

Das Camp für die Tiefbohrung in Nordwestgrönland liegt auf knapp 3000 Metern Höhe und ist nur in den wärmeren Monaten von Mai bis September besetzt. Selbst im Sommer liegt die Durchschnittstemperatur allerdings bei minus 15 Grad Celsius.

Noch tiefer als im nördlichen Polargebiet haben vor wenigen Jahren russische Forscher in der Antarktis gebohrt. Nahe ihrer Station „Vostock“, rund 1300 Kilometer vom Südpol entfernt, stießen sie 3623 Meter tief durch das Eis. dpa

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