Gesundheit : Tipps vom Apotheker zu Vitaminen, Nebenwirkungen, Antibiotika und Grippale Infekte

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Vitamine. Für 837 Millionen Mark haben die Deutschen im vergangenen Jahr Vitamin- und Mineralstofftabletten gekauft. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung geht allerdings davon aus, dass bei einer ausgeglichenen Ernährung eine zusätzliche Zufuhr normalerweise nicht nötig sei. Ausgenommen sind Schwangere, Stillende, Leistungssportler und ältere Menschen, die einen erhöhten Bedarf haben. Eine Überdosierung ist jedoch nicht ratsam.

Nebenwirkungen. Nicht alle rein pflanzlichen Mittel sind harmlos. Auch diese Präparate haben Nebenwirkungen und können schwere Schäden verursachen. Zum Beispiel die Blätter des immergrünen Wüstenstrauchs, denen eine verjüngende Wirkung nachgesagt wird. Eine längerfristige Einnahme kann zu Leberentzüngungen führen, wie dies auch von dem chinesischen Heilkraut Jin Bu Huan bekannt ist. Deswegen empfiehlt die Apothekerkammer sich auch bei "sanfter Medizin" über die Nebenwirkungen zu informieren.

Antibiotika. Dass bestimmte Arzneimittel nicht mit anderen zusammen eingenommen werden sollen, ist bekannt. Doch auch Lebensmittel können die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. Manche Antibiotika vertragen sich beispielsweise nicht mit Milch. Das Calcium verklummt dann mit dem Arzneistoff und die Wirkung des Mittels wird dadurch stark abgeschwächt.

Grippale Infekte. Zwei Gründe sprechen für eine gezielte medikamentöse Behandlung bei grippalen Infekten. Zum einen werden die unangenehmen Symptome gelindert und zum anderen Komplikationen vermieden. Die Dauer der Erkrankung lässt sich zwar nicht verkürzen, aber bakteriellen Folgeinfektionen, wie Entzündungen der Mandeln und Nebenhöhlen, kann vorgebeugt werden. Auch Arzneipflanzen können helfen: Bäder mit Fichten- und Kiefernadelöl bei Atembeschwerden, Thymiankraut und Primelwurzel zum Hustenlösen und Eibischwurzel um ihn zu lindern.

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