TOD BEIM FUSSBALL : Bundesligaklubs müssen vorsorgen

Drei Tage nach dem Herztod des spanischen Fußballers Antonio Puerta erschüttert erneut ein Todesfall den Profisport. Chaswe Nsofwa aus Sambia ist am Mittwoch im Training seines israelischen Vereins Hapoel Beerschewa zusammengebrochen. Im Krankenhaus der südisraelischen Stadt versuchten die Ärzte vergeblich, ihn nach seinem Kollaps wiederzu- beleben. Auch er war mit 26 Jahren noch ein sehr junger Sportler.

Schon mehrmals gab es Todesfälle im Fußball zu beklagen. Im Juni 2003 brach der Kameruner Marc-Vivien Foé im Confed-Cup-Halbfinale in Lyon zusammen und starb. Zwei Jahre später kollabierte der Ungar Miklos Feher im Spiel um die portugiesische Meisterschaft, auch er konnte nicht wiederbelebt werden.

In vielen Ländern ist es den Klubs bisher selbst überlassen, wie oft sie ihre Spieler untersuchen. Die Fußballverbände Fifa und Uefa hatten deswegen weiterreichende obligatorische Checks gefordert. Der Deutsche Fußball-Bund hat die Bundesliga-Vereine seit 1999 verpflichtet, ihre Akteure regelmäßig umfangreichen kardiologischen Untersuchungen zu unterziehen. Kein Erst- oder Zweitligaprofi erhält eine Spielerlaubnis, wenn er nicht besteht. Dazu kommen weitere Tests, wie die Ultraschalluntersuchung. Auch vor Ort soll eine optimale Versorgung ermöglicht werden. In vielen Bundesliga-Stadien stehen Defibrillatoren zur Verfügung – auch wenn ihr Einsatz zuweilen zu spät kommt. Beim FC Schalke 04 ist ein Defibrillator unerlässlich. Gerald Asamoah leidet an einer krankhaften Verdickung des Herzmuskels. Er weiß um die Bedeutung regelmäßiger Vorsorge: „Ich werde ständig kontrolliert, daher ist die Gefahr nicht so groß.“ Jennifer Witt

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