Gesundheit : Transplantation: Leichter Rückgang bei Organspenden

Die Zahl der Organspender und der Transplantationen ist im vergangenen Jahr in Deutschland leicht zurückgegangen. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) wurden 3819 Organe verpflanzt, das sind zwei Prozent weniger als 1999. Den größten Rückgang gab es bei den Herztransplantationen. Ihre Zahl sank von 500 im Jahre 1999 um 16 Prozent auf 418, teilte die DSO am Dienstag in Berlin mit.

In Deutschland warten laut dem DSO-Vorsitzenden Martin Molzahn etwa 14 000 Kranke auf ein neues Organ, davon 12 000 auf eine neue Niere. Etwa jeder dritte Patient, der auf Organe wie Leber, Lunge oder Herz angewiesen sei, sterbe während des Wartens. Das gelte nicht für Nierenpatienten, denen die Dialyse (Blutwäsche) helfe.

Ein Grund für den Rückgang der Transplantationen sei eine leichte Abnahme bei den gestorbenen Organspendern in Deutschland um 13 auf 1026. Auch seien weniger Organe aus den Eurotransplant- Partnerländern nach Deutschland geliefert worden. "Noch zu wenige haben sich zu Lebzeiten für eine Organspende entschieden und zu wenige Angehörige kennen den Willen des Verstorbenen", sagte Molzahn zu der niedrigen Organspendenquote.

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