Gesundheit : „Trauen Sie sich an Ihren Professor heran“

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Wie finden sich Studienanfänger am besten im Ameisenhaufen Uni zurecht, Professor Sydow?

Die wichtigste Überlebenshilfe im Massenbetrieb ist: Suchen Sie Gleichgesinnte. Wer sich von Anfang an mit seinen Kommilitonen zusammentut und Arbeitsgruppen bildet, in denen man gemeinsam für Klausuren lernt, der ist gut aufgehoben. In den ersten Wochen findet man noch gut Anschluss, später wird es schwieriger. Außerdem rate ich den Studierenden, die Möglichkeiten der Uni zu nutzen. Trauen Sie sich an ihren Professor heran, besuchen Sie die Sprechstunden, kurz: Seien Sie neugierig.

Mit wie vielen Veranstaltungen sollte man einsteigen?

Nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Zwanzig Semesterwochenstunden, also zehn Veranstaltungen, reichen für das erste Semester aus. Ich empfehle außerdem, sich nicht gleich zu eng zu orientieren, sondern über den Tellerrand des eigenen Fachbereichs zu gucken. Man sollte auf jeden Fall in fremde Gebiete hineinschnuppern: Wer Betriebswirtschaft studiert, der tut gut daran, einige Vorlesungen in Psychologie oder Politikwissenschaft zu besuchen. Interdisziplinär denken und studieren ist eine persönliche und berufliche Bereicherung. Praktika und ein Auslandssemester sollten frühzeitig mit eingeplant werden, damit es dann damit auch klappt.

Jörg Sydow ist Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Freien Universität

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