Gesundheit : Trauer und Anteilnahme: Gedenkminuten auch an Schulen

Dem Aufruf von Arbeitgebern und Gewerkschaften, am Donnerstag um 10 Uhr fünf Gedenkminuten der Trauer einzulegen, werden auch die deutschen Schulen folgen. Dazu haben am Mittwoch die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Annette Schavan (CDU), Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) aufgerufen.

In Schavans Aufruf heißt es: "Die Anschläge richten sich gegen die zivilisierte Welt, gegen alles Bemühen um Frieden und gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung überall in der Welt. Gemeinsam wollen wir in Stille unsere Betroffenheit und Erschütterung angesichts des unvorstellbaren Grauens, das durch diese terroristische Vernichtungsschläge angerichtet wurde, ausdrücken. Unsere Trauer und unser Mitgefühl gelten den Opfern und ihren Angehörigen, allen amerikanischen Bürgern."

Bulmahn sagte, angesichts der schrecklichen Tragödie könne man in den Bildungseinrichtungen nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. "Wir dürfen Kinder und Jugendliche mit den Bildern des Schreckens nicht allein lassen." Alle Bildungseinrichtungen müssten sich über den heutigen Tag hinaus mit den Terroranschlägen und ihren Zusammenhängen auseinander setzen.

Auch die GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange sagte, die Schulen könnten nicht an den schrecklichen Ereignissen vorbei gehen. "Wir müssen deutlich machen, dass Gewalt und Gegengewalt keinen Schritt weiter führen." Dabei gehöre die Behandlung von Vorurteilen sowie die Auseinandersetzung über Ursachen und Folgen von Gewalt und Terror "selbstverständlich in den Unterricht".

In NRW schon beschlossen

Auch Nordrhein-Westfalens Bildungsministerin Gabriele Behler (SPD) wandte sich mit einem Aufruf an die Lehrer. Die Anschläge auf die USA seien menschenverachtend. "Unsere Lehrerinnen und Lehrer wissen als Pädagogen, dass ein solcher Anschlag Ängste gerade unter Kindern und jungen Menschen auslöst. Diese Ängste in altersgemäßer Form aufzugreifen, über sie zu sprechen und damit über mögliche Hintergründe des Terrors zu informieren, gehört für mich im Augenblick zu den zentralen Aufgabe der Schulen nicht nur in Nordrhein-Westfalen."

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