Gesundheit : Treffpunkt Tagesspiegel: Aus gegebenem Anlass: Antworten zu BSE

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"Wenn man jedes Risiko ausschließen will, ist das Meiden von Rindfleisch und rindfleischhaltiger Wurst derzeit die einzige Konsequenz", sagte Dieter Arnold, der Leiter des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV), beim Treffpunkt Tagesspiegel zum Thema BSE.

Vor Gelatine, die vom Jogurt bis zum Gummibärchen in vielen Lebensmitteln vorkommt, brauche man deshalb aber keine Angst zu haben: Sie stammt meist vom Schwein und wird zudem einem aufwändigen "Abreicherungsprozess" unterzogen, der "geeignet ist, den Erreger zu entfernen". Aber die Herstellungsverfahren sollen nach wissenschaftlicher Ansicht auch Rindergelatine sicher machen.

Das gelingt nur bei sehr hohen Temperaturen, die beim häuslichen Kochen und Braten nicht erreicht werden. Auch wer aus medizinischen Gründen Medikamente in Kapsel-Form schlucken muss, ist deshalb nicht gefährdet, wie der Experte ausdrücklich sagte. "Mir liegt auch sehr am Herzen, dass nach heutigem Kenntnisstand die Milch vollkommen sicher ist." Viele Verbraucher empfinden es als Versuch, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben, wenn nun statt Tiermehl genverändertes Soja ins Futter gemischt werden sollte, um die Eiweißversorgung sicherzustellen.

Aus Arnolds Sicht ist das allerdings eher eine politische als eine gesundheitliche Frage: "Wenn die Europäer Tierfutter aus gentechnisch nicht veränderten Sojaprodukten haben wollen, werden sie diesesZiel auch erreichen."

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