Gesundheit : Tschernobyl: Bis zu 4000 Tote

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Mit bis zu 4000 Toten durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl rechnet eine Expertengruppe der Vereinten Nationen. Bis zum heutigen Tag sind lediglich 50 Todesopfer bekannt, die an einem akuten Strahlensyndrom kurz nach dem Unglück starben. Hinzu kommen neun Kinder, die strahlenbedingtem Schilddrüsenkrebs erlagen.Die Wissenschaftler schätzen, dass mit weiteren 3940 TschernobylTodesfällen infolge von Krebs oder Leukämie zu rechnen ist. Betroffen von diesen Erkrankungen sind drei Gruppen: die 200000 Helfer bei den Aufräumarbeiten, 116000 aus der Katastrophenzone evakuierte Personen und 270000 Bewohner der am meisten verseuchten Gebiete. Mit den rund 4000 Todesfällen ist während der gesamten Lebenszeit dieser 600000 Menschen zu rechnen. Das heißt, dass etliche strahlenbedingte Tumoren noch nicht ausgebrochen sind. Durch die Aufnahme von radioaktivem Jod kam es zu 4000 Fällen von Schilddrüsenkrebs, meist bei Kindern und Jugendlichen. Die Heilungsrate bei diesem Tumor beträgt nach Informationen aus Weißrussland etwa 99 Prozent. Die Zahlen finden sich in einem Bericht der Tschernobyl-Expertengruppe, die heute und morgen in Wien tagt. wez

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