Gesundheit : Umweltforschung: Sommersmog im Simulator

Treibhausgase und Sommersmog können Wissenschaftler jetzt in einem weltweit einzigartigen Simulator-Tank untersuchen. Das Forschungszentrum Jülich hat am Dienstag die Tageslicht-Atmosphären-Simulationskammer (SAPHIR) in Betrieb genommen. Forschungsschwerpunkt sei der Abbau schädlicher Spurengase in der Atmosphäre.

Die 20 Meter lange und fünf Meter breite röhrenförmige Kammer kann mit 370 000 Liter Luft frei wählbarer Zusammensetzung geflutet werden. Die Sonne liefert die Energie für alle in der Kammer ablaufenden chemischen Reaktionen, die von den Wissenschaftlern ohne ungewollte Einflüsse beobachtet werden. Die Simulationsexperimente sollen auch helfen, den menschlichen Einfluss auf die Atmosphäre vorherzusagen.

Die Forscher interessieren sich vor allem für das "atmosphärische Waschmittel", die Hydroxyl-Radikale. Dieses Spurengas kann Luft verschmutzende Substanzen wie Stickoxide, Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe abbauen. Die Forscher wollen mehr über das Vorkommen des "Atmosphären-Reinigers" herausfinden.

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