Gesundheit : Union lenkt bei Ganztagsschule ein Länder jetzt an Bundesmilliarden interessiert

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Von Bärbel Schubert

Unter dem Eindruck der schlechten deutschen „Pisa“-Ergebnisse wollen Bund und Länder nun doch gemeinsam für bessere Schulen sorgen. Dafür einigten sie sich am Montag in Bonn auf einen „Aktionsrahmen“. Im Mittelpunkt stehen dabei Lesen, Schreiben, und Rechnen sowie die bessere Förderung ausländischer Schüler. Damit solle den erheblichen Mängeln Rechnung getragen werden, sagte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD), die zur Zeit auch Vorsitzende der BLK ist, nach einer gemeinsamen Sitzung.

Die unionsgeführten Bundesländer gaben bei dem Treffen auch ihre Blockade gegenüber dem Hilfsangebot des Bundes für den Ausbau der Ganztagsschule auf. Die Länder wollen die Unterstützung in Höhe von vier Milliarden Euro nun annehmen, teilte der neue Kultusminister Sachsen-Anhalts, Jan-Hendrik Olbertz (CDU), mit. Mit dem Geld soll der Ausbau von 10 000 Ganztagsschulen gefördert werden. Bulmahn erläuterte, der Ausbau von Ganztagsschulen „mit einem guten pädagogischen Profil“ sei ein erheblicher Schritt für besseren Unterricht. Die Bildungsminister verständigten sich darauf, „zielgruppengerechten Deutschunterricht“ auch über die Schulen hinaus auszubauen und so die Integration von Eltern und nicht mehr schulpflichtigen Jugendlichen zu unterstützen, heißt es in dem Beschluss. Die Kenntnisse in den Naturwissenschaften wollen die Politiker verbessern, indem sie die Ergebnisse des erfolgreichen Modellversuchs „Sinus“ bundesweit verbreiten.

Einigkeit herrsche zwischen Bund und Ländern auch darüber, dass es gemeinsame Standards geben müsse, die durch Leistungsvergleiche überprüft werden. Verbesserungen müssten aber an international führenden Staaten wie Finnland ausgerichtet werden.

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