Gesundheit : Unis wollen mehr Geld von Wirtschaft

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Die Wirtschaft soll intensiver Spitzenforschung und Spitzenlehre an den deutschen Hochschulen fördern. Unternehmen müssten mehr Geld – etwa in Stiftungslehrstühle oder Stipendienprogramme für Studenten – investieren, forderte Margret Wintermantel, Vizepräsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, gestern in Berlin. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt sagte, die Wirtschaft unterstütze den Aufbau von Eliteuniversitäten in Deutschland. Hundt machte allerdings keine Angaben, inwieweit Unternehmen in den nächsten Jahren ihre Forschungsausgaben tatsächlich steigern und ob sie neue Stipendien für Studenten auflegen, sobald die Bundesländer Studiengebühren einführen. Die Wirtschaft habe von 1995 bis 2003 ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 47 Milliarden Euro verdoppelt, sagte Hundt. 1,1 Milliarden flössen als Drittmittel an Hochschulen und außeruniversitäre Institute. „Ich bin sicher, dass sich diese Entwicklung fortsetzt“, sagte Hundt. Die neue Bundesregierung will die Forschungsausgaben Deutschlands bis 2010 von 2,5 auf 3 Prozent des Bundesinlandsproduktes steigern. Nach Berechnungen des Bundesforschungsministeriums müssten Bund, Länder und Wirtschaft 2010 dann zehn Milliarden Euro mehr ausgeben als in diesem Jahr. Die Wirtschaft müsste sechs Milliarden aufbringen. tiw

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