Gesundheit : Universität: Studienplatzabbau

Nach dem Willen der CSU-Landtagsfraktion soll Bayern als erstes Bundesland auch für Studienfächer ohne Zulassungsbeschränkung Aufnahmetests einführen. Nach einem Vorschlag der Abgeordneten soll das Verfahren vom nächsten Sommer an in Modellversuchen erprobt werden. Dabei spielen auch Überlegungen eine Rolle, im Jahr 2006 möglicherweise den Vertrag über die zentrale Vergabe von Studienplätzen zu kündigen. Der CSU-Politiker Paul Wilhelm stellte am 3. August eine entsprechende Gesetzesinitiative vor, mit dem Ziel, "die hohe Quote an Studienabbrechern zu senken".

Bisher dürfen die Hochschulen einen Teil ihrer Studenten ausschließlich in zulassungsbeschränkten Studiengängen auswählen. Denn dort werden trotz der Auslese im Prinzip alle Studienplätze besetzt. In den Fächern, die ohnehin weniger Bewerber als Plätze haben, müßten bei Auswahl konsequenterweise noch mehr Studienplätze frei bleiben, für die es aber Bewerber gibt. Ob Wissenschaftsminister Hans Zehetmair (CSU) für die freien Kapazitäten weiter zahlen will, ist nicht bekannt. Die Hochschulen sollen nach den Vorstellungen der CSU-Fraktionspolitiker auch in den NC-Fächern mehr Studenten auswählen dürfen, statt bisher 20 sollen es 50 Prozent werden.

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