Gesundheit : Universitäten gehen auf die Straße

Treffen vor dem Berliner SPD-Landesparteitag geplant

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Die Berliner Universitäten rufen zu einer Demonstration gegen „die ruinöse Wissenschaftspolitik in Berlin“ auf, wie es in einer Erklärung heißt. Die Demo soll am Freitag um 15 Uhr 30 vor dem Palais am Funkturm stattfinden, wo die Berliner SPD zu ihrem Landesparteitag zusammenkommt.

Die Vertretungen der Studierenden an den drei großen Universitäten sind sich noch nicht einig, ob sie ihre Kommilitonen zu der Veranstaltung aufrufen sollen. „Wir möchten die falsche Politik der Präsidenten nicht unterstützen“, sagte ein Sprecher des Referentinnenrats der HumboldtUniversität auf Anfrage. Die Studentenvertretung kritisiert, dass die Uni-Leitung auf die neuen Spardrohungen auch mit einem Zulassungsstopp für neue Studenten und mit einem Plädoyer für Studiengebühren reagiert. Der „Refrat“ ruft zu einer Vollversammlung am Mittwoch um 14 Uhr im Audimax auf. Der Asta der FU ruft zwar zur Teilnahme an der Demo am Funkturm auf, will aber „deutlich lauter sein“ als die Präsidenten und ihre Unterstützer. Der Asta der TU lädt zu einer Vollversammlung am Mittwoch um 12 Uhr ins Audimax mit anschließender Demo und Open-Air-Vorlesung auf dem Breitscheidplatz ein. Die Studentenvertretungen wollen in jedem Falle eine Demonstration am 21. Mai mit Schülervertretungen und Gewerkschaften gegen Kürzungen in der Bildung veranstalten.

Die Skepsis der Asten gegenüber den Hochschulleitungen muss nicht auf eine große Kluft zwischen der Masse der Berliner Studenten und den Unileitungen verweisen. Denn nur um zehn Prozent der Studierenden beteiligen sich seit Jahren an den Wahlen zu den Studentenparlamenten, die ihrerseits die Asten wählen. akü

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