Gesundheit : Urania: Wissenschaftssommer seit 113 Jahren

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"Krieg und Frieden", ein Erlebnis der besonderen Art, dauert acht Stunden. Nein, nicht der Roman, sondern der Film. Ein russisches Mammutwerk von 1965, das aller Welt beweisen sollte, dass auch im Osten große Filme gemacht werden, das aber kaum in der westlichen Welt zu sehen war. Der Termin steht leider noch nicht fest, aber "spätestens zur Weihnachtszeit zeigen wir ihn auf jeden Fall, und zwar in 70 mm und Sechs-Kanal-Ton", sagt Jens Schlieter von der Urania. Die Grobplanung für das nächste Urania-Jahr steht jetzt, die Tagesplanung bis zum 31. Oktober ebenfalls. 60 000 Hefte mit dem aktuellen Angebot für die nächsten zwei Monate sind wieder in Berlin verteilt. Außerdem gibt es noch die Internetseiten www.berlin-online.de/urania und demnächst auch www.urania-berlin.de, wo das Programm abgerufen werden kann.

Natürlich beteiligt sich die Urania auch an der Langen Nacht der Wissenschaft am Sonnabend. Nachmittags gibt es kostenlose Führungen und den Film "Mikrokosmos", abends jede Menge Vorträge, gekrönt von "Einstein und die Parapsychologie" um Mitternacht. Außerdem laufen die Theaterstücke "Kopenhagen" und "Unbefleckt", die das Thema "Wissenschaft" um eine künstlerische Dimension erweitern. Am Sonntag erhält Heinz Sielmann die Urania-Medaille 2001, die öffentliche Festveranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Damit wird seine Arbeit als erfinderischer Tierfilmer und Verhaltensforscher sowie die Tätigkeit der von ihm 1994 gegründeten Stiftung gewürdigt. Neben anderen Filmreihen werden auch Sielmanns wichtigste Filme im Kinosaal der Urania gezeigt. Mit 860 Plätzen ist es der größte Saal, doch wenn Eugen Drewermann kommt (9. und 10. Oktober), muss per Videoprojektion der nächste Saal mitgenutzt werden.

Um wie im Vorjahr ungefähr 150 000 Menschen in die etwa 800 Vortragsveranstaltungen zu locken, ist auch im kommenden Jahr das Programm wieder fast unüberschaubar bunt. Drei bis fünf Veranstaltungen gibt es pro Tag, wobei künftig auch mehr auf die Wochenenden gelegt wird. Die Palette umfasst neben Vorträgen von Gerhard Thiele (19. September), der 2000 an Bord der Raumfähre Endeavour die Erde neu vermessen hat, oder von Gerhard Armanski zu "Konsum - eine Geltungsfrage für Jugendliche?" auch Spezialtage zu Alkoholismus und Alzheimer (13. Oktober und 22. September). Außerdem bietet die Urania etwa 70 Studienreisen zu Orten wie Ägypten, Madeira, Shanghai oder Umbrien an.

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