Gesundheit : Urzeitliche Fischer mit langen Hälsen

-

Der sechs Meter lange Giraffenhals von „Tanystropheus“ war selbst für urzeitliche Reptilien ein eigenartiger Auswuchs. Er war länger als Rumpf und Schwanz zusammengenommen. Nun haben Forscher herausgefunden, dass sich der Giraffenhals nicht nur bei dem bereits bekannten „Tanystropheus“ in Europa und im Mittleren Osten, sondern unabhängig davon auch in China vor 230 Millionen Jahren gebildet hat. Chinesische und amerikanische Forscher haben dort Überreste eines im Wasser lebenden Reptils mit einem 1,7 Meter langen Hals entdeckt. Sie tauften es „Dinocephalosaurus orientalis“, was in etwa bedeutet: „Echse mit schrecklichem Kopf aus dem Orient“.

Mit seinem langen Hals näherte sich der ansonsten plumpe Saurier seiner Beute im seichten, trüben Wasser, ohne dabei erkannt zu werden. Während der Jagd schnellte sein weit aufgerissenes Maul blitzartig nach vorne, berichten die Forscher in einem kurzen Beitrag im Wissenschaftsmagazin „Science“ (Band 305, Seite 1931). Gleichzeitig habe der Protosaurier seine Halsrippen gespreizt, die Speiseröhre gedehnt und auf diese Weise Beutetiere gleichsam eingesaugt. All dies, ohne viel Wellen zu erzeugen und den Beutetieren eine Chance zur Flucht zu geben. tdp

0 Kommentare

Neuester Kommentar