Gesundheit : Vi sees!

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In den Semesterferien zieht es die Angehörigen der Berliner Hochschulen in die ganze Welt. Einige schreiben uns von unterwegs.

Liebe Kommilitonen,

Dass Bergen die regenreichste Stadt Norwegens sein soll, scheint jeder zu wissen. Nur der Regen nicht. Ich kam mit einer perfekten Gummiausrüstung hierher und warte voller Spannung. Aber das Wetter könnte besser nicht sein. Somit gibt es nichts Schöneres, als es wie die Norweger zu machen: am Fischmarkt sitzen und Krabben pulen. Die Mentalität des Norwegers ist eben eher gemütlich. Wird ein Bus verpasst, nimmt er den nächsten und setzt sich ein bisschen in die Sonne.

Die Norweger sind traditionsbewusst. Zur Semestereröffnungsfeier zogen die Professoren in Talaren ein, die Studenten standen auf, und ein Chor sang das alte lateinische Studentenlied „Gaudeamus igitur“. Die Seminare jedoch sind meist auf Englisch, die Studenten kommen aus über 70 Ländern hierher. Möchte man einen Kurs auf Norwegisch besuchen, wird man ungläubig angeguckt.

Es ist leicht, neue Freunde zu finden. Man begegnet ständig irgendwelchen Leuten, sei es am Hafen, auf dem Campus oder im Bus. Und wenn man dann zum Abschied sagt: „Vi sees“ (wir sehen uns), so ist das tatsächlich wörtlich zu nehmen.

Viele Grüße von

Marit Bergner, Studentin der

Skandinavistik (Humboldt-Universität), unterwegs mit dem Studentenaustauschprogramm ErasmusFoto: Stefanie Bisping

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