Gesundheit : Von der Pein des Pianisten

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Für Aristoteles war sie das „Instrument der Instrumente“. Die Hand stellt die Verbindung zwischen Mensch und Instrument dar. Die meisten Musikinstrumente, etwa das Piano, stellen an die Hände besondere Anforderungen, die im Alltag nicht vorkommen: Um am Klavier mehrere Stimmen kenntlich zu machen, müssen die Finger isoliert voneinander eingesetzt werden. Beide Hände müssen feinmotorisch gleich leistungsfähig sein. Ein Triller erfordert von mehreren Fingern gleiche Kraft. Das Loslassen, das im Alltag eher unbewusst erfolgt, ist oft ebenso wichtig wie das Zugreifen. In der Hälfte aller Fälle sind es Beschwerden an der Hand, die Musiker in „Musikersprechstunden“ bei speziell ausgebildeten Ärzten führen. Was Nichtmusikern und Ärzten als Bagatelle erscheinen mag, kann für Berufsmusiker schon existenziell bedrohlich sein. Häufige Beschwerden sind Reizungen oder Einklemmungen von Nerven, Sehnenerkrankungen und Gelenkverschleiß. aml

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