Gesundheit : Von Gefühlen und anderer Wissenschaft

Juliane Schäuble

Das Programm der Urania für die Saison 2006/2007 Freude, Ärger, Angst oder Trauer – Gefühle geben dem menschlichen Leben erst die richtige Würze. Nicht immer sind sie willkommene Begleiter, doch daran lässt sich meist nicht viel ändern. Erkenntnisse verschiedener Wissens- und Forschungsgebiete erklären, warum das so ist. Mit der Vortragsreihe „Die Macht der Gefühle“ beleuchtet die Urania in der Saison 2006/2007 diese komplexen Prozesse. Neurobiologen, Psychologen sowie Mediziner, aber auch Evolutionsforscher und Philosophen beantworten aus ihrer Sicht die Frage, was Gefühle eigentlich sind und woher sie kommen. Den Beginn macht am 11. Oktober der Vortrag des Ulmer Psychiaters Manfred Spitzer über neue Erkenntnisse der Hirnforschung.

Eine andere Veranstaltungsreihe der Urania widmet sich dem Thema Bildung in Deutschland. Nach Pisa-Schock und Rütli-Schule sind weiter viele Fragen offen. An 24 Abenden werden unter anderem die Grünenpolitikerin Renate Künast (13. September) und der Bielefelder Soziologe Klaus Hurrelmann (22. September) über Sinn und Nutzen von Bildung, aber auch den Zustand des deutschen Bildungssystems diskutieren.

Wiederaufgelegt wird die um neue Exponate erweiterte Ausstellung „Welt in Tropfen“ von 2003. Vom 16. Oktober bis 10. November zeigen künstlerische Fotos und wissenschaftliche Untersuchungen die faszinierenden Strukturen des Wassers. Begleitend gibt es Vorträge und Diskussionen.

Zur „Europäerin des Jahres 2006“ gewählt, kämpft die Islamkritikerin und Autorin Ayaan Hirsi Ali für Freiheit und Vernunft. Wie sie aus archaischen Verhältnissen ihrer somalischen Heimat in die Niederlande floh, und warum sie trotz Todesdrohungen islamistischer Fundamentalisten nicht schweigen will – darüber spricht sie am 1. Oktober, wenn sie ihre Autobiografie vorstellt.

Im 118. Veranstaltungsjahr des Wissenschaftszentrums bietet die Urania erneut ein vielschichtiges Pensum an Vorträgen, Seminaren, Film- und Bühnenvorführungen sowie Ausstellungen an. In rund 1000 eigenen Programmpunkten werden wissenschaftliche und politische Themen auch Laien verständlich erklärt. Für Schüler gibt es eigene Vormittagsveranstaltungen wie die Mathematiktage, die gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft durchgeführt werden.

Wie Kunst und Wissenschaft das Leben bereichern können, zeigt der Dirigent der Berliner Philharmoniker, Simon Rattle, immer wieder aufs Neue. Dafür wird er am 6. Februar 2007 mit der Urania-Medaille geehrt.

Weitere Informationen telefonisch unter 21 89 091 oder im Internet unter www.urania-berlin.de

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