Gesundheit : Vorhof der Hölle

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Die Einwohner von Neapel lieben ihre Stadt. Dabei gilt sie als einer der gefährlichsten Flecken der Erde. Ein paar Kilometer im Osten kann der Vesuv Lava, Asche, Tod und Verderben über die Stadt bringen.

Noch größer könnte die Gefahr im Westen Neapels sein. Unmittelbar am Rande der Stadt beginnen dort die Phlegräischen Felder, die sich als Kette unzähliger Thermal- und Dampfquellen bis in den Golf von Neapel hinziehen. Schwefel- und Kohlendioxidgase blubbern aus dem Boden, Besucher wähnen sich im Vorhof der Hölle. Damit liegen sie gar nicht so falsch. Die Phlegräischen Felder sind die Reste eines riesigen Vulkans, der dort vor 39 000 Jahren ausbrach und große Teile Europas mit Asche überzog. 200 bis 500 Kubikkilometer Lava soll dieser Supervulkan damals ausgespuckt haben. Schon die kleinere Menge würde einen Würfel füllen, dessen Kanten sechs Kilometer lang wären.

Die leere Magmakammer stürzte nach dem Ausbruch ein, zurück blieb ein Caldera genannter Krater mit ungefähr 14 Kilometern Durchmesser. RHK

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