Gesundheit : Warum hält ein Kamel die Hitze so gut aus?

Thomas de Padova

Kamele sind cool. Sie sind von Kopf bis Fuß auf Wüste eingestellt: Die langen Wimpern und die verschließbaren Nasenlöcher schützen vor dem Sand, die dicke Hornhaut unter den Sohlen lässt garantiert nichts anbrennen.

Und dann haben Kamele diese Höcker. Da ist fast das ganze Fett drin, von dem sie zehren, wenn sie tagelang nichts zu fressen finden. Das Fett ist nicht rund um den Körper verteilt wie beim Pinguin, der sich damit warmhält. Es sitzt auf dem Rücken. Der Rest des Körpers kann dagegen tagsüber die Wärme gut nach außen abgeben.

Noch cooler als der Höcker ist das Fell. Uns tropft schon beim Gedanken an die Sahara das Wasser aus allen Poren, und das Kamel rennt mit einem dichten Fell durch die Wüste. Eine fantastische Isolierung! Die Luftpolster zwischen den Haaren schützen das Kamel vor der Hitze. Denn sie lassen die Wärme kaum eindringen. Deshalb schwitzt das Kamel viel weniger als ein Mensch – es sei denn, es wird geschoren.

Das Allercoolste am Kamel aber ist sein Wasserbauch. Kommt das Tier an einen Brunnen, säuft es wie ein Loch: bis zu 150 Liter in einer Viertelstunde! Damit kann es unter Umständen zwei Wochen lang in der Wüste auskommen, weil es so gut haushaltet.

Und wir dagegen, was haben wir Cooles? Ach ja, die Klimaanlage!

AHA!

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