Gesundheit : Warum ist ein Feuerwerk malerisch?

Thomas de Padova

Schnelle Verbrennungen und kontrollierte Explosionen bringen unsere Autos und Raumfahrzeuge auf Touren. Machmal verwandeln sie auch den Nachthimmel in eine Bühne. Kugelbomben, Blinker- und Fallschirmbomben malen nach einem kurzen Rums Palmen, Chrysanthemen und goldenen Tränen ans Firmament.

Schon während die Feuerwerksbombe aufsteigt, brennt ihr Verzögerungsanzünder. Nach wenigen Sekunden dringt die Flamme ins Herz der Bombe vor und entzündet das darin enthaltene Schwarzpulver. Das Pulver ist aus Schwefel und Kohlenstoff zusammengesetzt und daher leicht entflammbar. Außerdem enthält es so viel Sauerstoff in Form von Kalisalpeter, dass es außerordentlich schnell verbrennt.

Blitzartig verwandelt es sich in ein heißes Gas. „Dieses Gas dehnt sich aus und reißt die Hülle der Bombe unter hohem Druck auseinander", sagt Lutz Kurth, der das Pyrotechnik-Labor der Bundesanstalt für Materialforschung in Berlin leitet.

In einer japanischen Kugelbombe liegt das Schwarzpulver nicht nur im Zentrum. Gleichzeitig zündet die Zerlegerladung auch in weiter außen liegenden Kugelschalen. Dadurch breiten sich die Sterne, mit denen die Bombe gefüllt ist, am Silvesterhimmel auf immer größeren werdenden Sphären aus.

Für die Sterne selbst, gibt es zahlreiche verschiedene Rezepte. Die Pulverkörner leuchten beim Verbrennen je nach ihrem Gehalt an Bariumsalzen (grün), Kupfersalzen (blau) oder sonstigen Metallzusätzen in unterschiedlichen Farben.

AHA!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben