Gesundheit : Warum verlieren Socken ihren Partner?

Thomas de Padova

Wer zu jeder Hose die passenden Socken kauft, handelt sich damit eine Menge Ärger ein. Denn Eitelkeit ist ein Trennungsgrund. Zumindest für Socken.

Stellen Sie sich zum Beispiel vor, Sie waschen regelmäßig zehn verschiedene Paar Socken. Rein in die Maschine, raus aus der Maschine und ab auf die Leine. Und wieder einmal stellen Sie fest: Zwei Socken fehlen. Der taubenblaue ist weg. Und der nächste, der fehlt, ist nicht etwa auch taubenblau. Denn die anderen neun Paare sind klar in der Überzahl. Und daher ist es viel wahrscheinlicher, dass neben dem taubenblauen ein weiterer Socken seinen Partner verliert, etwa der graue mit den schmalen weißen Streifen. Und schon sind’s nur noch acht Paar.

Robert Matthews von der Aston University in Birmingham rechnet vor, wie übel uns die Statistik mitspielen kann. Gesetzt den Fall, Sie haben zehn Paar Socken und die mysteriöse Waschmaschine verschluckt eines Tages sechs Socken. Dann ist es 100mal wahrscheinlicher, dass der schlimmste Fall eintritt und nur vier Paar und sechs einzelne Socken übrig bleiben, als dass noch sieben Paar da sind. Das ist eine besonders bösartige Spielart von Murphys Gesetz: Was schief gehen kann, geht schief.

Dem notorischen Sockenschwund ist allerdings durch ein bisschen Mathematik beizukommen. Wer Sockenpaare im Fünferpack kauft und sich auf zwei verschiedene Varianten beschränkt, kommt wesentlich besser weg. Er kann außerdem beliebig viele Socken waschen, ohne dass sich die Sache verschlimmert. Den Eitlen dagegen kommt jedes zusätzliche Paar in der Maschine teuer zu stehen.

AHA!

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