Gesundheit : Warum zeigt uns der Mond immer dieselbe Seite?

Thomas de Padova

Erde und Mond sind Geschwister. Sie sind gemeinsam vor 4,5 Milliarden Jahren entstanden, als ein großer Himmelskörper die Urerde seitlich traf. Die angeschlagene Erde geriet durch diesen Aufprall in eine rasche Umdrehung. Sie rotierte damals so schnell um ihre Achse, dass ein Tag nur fünf Stunden dauerte.

Seither ist ihre Drehbewegung immer langsamer geworden. Die Anziehungskraft des Mondes hat die Erdrotation gebremst. Denn diese Kraft führt Ebbe und Flut herbei, und die Gezeitenberge liegen wie Bremsbacken auf der sich windenden Erdkugel. Der Tag wurde dadurch länger und länger, Sekunde um Sekunde, bis endlich die 24 Stunden voll waren. In Zukunft aber werden sich die Tage immer weiter dehnen.

Diese Verzögerung, die sich auf der Erde fortsetzt, ist auf dem kleineren Mond längst abgeschlossen. Ihn haben die Gezeitenkräfte der Erde gedrosselt. Sie haben sein Gestein durchgewalkt und verformt. Auch die Umdrehung des Mondes wurde dadurch mit den Jahrmillionen immer gemächlicher. Solange, bis der Mond der Schwerkraft der viel größeren Erde völlig erlegen war und ihr fortan immer die gleiche Seite zuwandte. Andere Monde in unserem Sonnensystem wurden in ähnlicher Weise von ihrem Mutterplaneten ausgebremst.

Doch das gleiche Schicksal wird auch die Planeten selbst ereilen. Auch die Erde wird dem Mond eines fernen Tages immer dieselbe Seite zeigen. Dann wird für unsereins der Mond nicht mehr auf- und nicht mehr untergehen, sondern immer an derselben Stelle am Himmel zu sehen sein.

AHA!

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