Gesundheit : Was die Hirnstromkurve verrät

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Diagnose: Nicht jeder, der am Tag unter vermehrter Schläfrigkeit leidet, hat eine Narkolepsie. Im Schlaflabor können andere Ursachen ausgeschlossen werden. Bei der Schlafaufzeichnung (Polysomnografie) werden Hirnstromkurven, Atmung, Augen, Muskel- und Beinbewegungen gemessen. Bei Narkolepsie-Patienten fällt vor allem auf, dass sie sehr schnell in die erste REM(Rapid-Eye-Movement)-Phase fallen. In dieser Phase ist der Schlaf leichter, die Augen bewegen sich schnell, der Mensch träumt. Auch zwei andere, gegensätzliche Tests sind für die Diagnose wichtig:

Einschlafen: Mehrmals am Tag wird im Abstand weniger Stunden ermittelt, wie schnell die Versuchsperson einschlafen kann. Das gelingt Narkolepsie-Patienten schnell. Beim anderen soll sie versuchen, im abgedunkelten Raum und gemütlich im Sessel sitzend, wach zu bleiben, was ihnen extrem schwer fällt.

Schlafunterbrechung: Die mit Abstand häufigste Ursache dafür, dass man sich am Tag schläfrig fühlt, ist das Schlaf-Apnoe-Syndrom. Der Schläfer wird nachts mehrmals wach, weil der Atemfluss unterbrochen ist. Die Atem-Aussetzer werden ihm allerdings nicht bewusst, machen sich aber als lautes Schnarchen bemerkbar. Durch die vielen Unterbrechungen des Schlafs fühlt man sich am nächsten Tag zerschlagen. Über Müdigkeit klagen auch häufig Patienten mit Depressionen . Sie sind antriebslos, schlafen im Unterschied zu Narkolepsie-Patienten jedoch nicht plötzlich und ungewollt ein. aml

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