Gesundheit : WAS DIE KIRCHE ZU SAGEN HAT

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An den staatlichen Hochschulen in Deutschland hat das letzte Wort über die Berufung eines Professors der Katholischen Theologie der Ortsbischof, der sein „ Nihil obstat“ („Nichts steht im Wege“) geben muss. Im Sommer 2003 entzog der Berliner Kardinal Georg Sterzinsky Michael Bongardt, Professor am Institut für Katholische Theologie der Freien Universität, die „missio canonica“, die kirchliche Lehrerlaubnis. Damit reagierte die Kirche darauf, dass Bongardt wegen des Zölibats sein Priesteramt niedergelegt hatte – aus Sicht der Kirche der Bruch eines Versprechens. Die Reaktion des Bischofs hätte aber auch weniger hart ausfallen können. Er hätte den Professor in einem Laisierungsverfahren aus dem Stand des Priesters zurückversetzen und ihm damit vergeben können. Stattdessen forderte die Kirche von der FU, eine neue Professur am Seminar auszuschreiben – wogegen sich die Uni aus Kostengründen lange wehrte. Nun ist eine Einigung in Sicht. akü

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